Ihr Steuer- und Finanzratgeber
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Ob Wahlarztpraxis mit neu eröffneter Ordination oder Kassenpraxis mit Spezialisierung: Sichtbarkeit entscheidet zunehmend über Patient:innenzufluss. Doch anders als in der freien Wirtschaft gelten für Ärzt:innen klare Grenzen – festgelegt in der Berufsordnung und ergänzt durch landesspezifische Werberichtlinien der Ärztekammern. Gerade in Wien wird die Werbung durch das Ärztekammergesetz (§53 Abs. 2) und die Standesregeln sehr eng ausgelegt.
Als Mitglied der Ärztekammer für Wien sind Sie automatisch auch dem Wiener Wohlfahrtsfonds (WFF) zugeordnet. Dieser ist keine freiwillige Vorsorgeeinrichtung, sondern eine gesetzlich verpflichtende Solidargemeinschaft zur finanziellen Absicherung in besonderen Lebenslagen – etwa bei Pensionierung, Invalidität oder Tod.
Für selbständige Ärzt:innen gelten dieselben steuerlichen Abgabefristen wie für andere Unternehmer:innen. Wer diese Termine kennt und einhält, vermeidet Mahnspesen, Verspätungszuschläge oder gar finanzielle Engpässe. Gerade bei Vorauszahlungen, Sozialversicherung und Lohnabgaben lohnt sich ein strukturierter Kalender.
Familienzeit und Selbständigkeit: Ein Balanceakt Viele junge Mediziner:innen stehen früher oder später vor der Frage: Wie funktioniert Elternzeit, wenn ich selbständig bin? Anders als im klassischen Angestelltenverhältnis gelten für niedergelassene Ärzt:innen eigene Regeln. Ob Sie Kassenarzt oder Wahlärztin sind – steuerlich gibt es beim Ausstieg und vor allem beim Wiedereinstieg einiges zu beachten.
Was ist der Gewinnfreibetrag? Der Gewinnfreibetrag ist ein steuerlicher Abzugsbetrag, den selbständige Ärzt:innen nutzen können, um ihren steuerpflichtigen Gewinn zu reduzieren. Er besteht aus einem Grundfreibetrag und einem investitionsbedingten Freibetrag.
Die rechtliche Grundlage Laut §132 BAO (Bundesabgabenordnung) müssen alle steuerlich relevanten Unterlagen mindestens sieben Jahre aufbewahrt werden. Bei Geschäften mit Bezug zu Immobilien oder geförderten Projekten kann sich diese Frist auf bis zu 22 Jahre verlängern.
Warum eine gute Vorbereitung entscheidend ist Eine Betriebsprüfung durch das Finanzamt ist keine Seltenheit – insbesondere bei selbständigen Ärzt:innen. Gerade dann, wenn größere Investitionen getätigt wurden, Barumsätze vorliegen oder Nebentätigkeiten wie Gutachten oder ästhetische Leistungen erbracht werden. Wer gut vorbereitet ist, kann solchen Prüfungen gelassen entgegensehen.
Fazit der Serie – Wie Sie Ihre Steuern als Ärzt:in wirklich im Griff haben
Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung einfach erklärt
Umsatzsteuer in der Arztpraxis – bin ich befreit oder nicht?
Wann zahlen Sie Steuern – und wie viel überhaupt?
Einnahmen sind nicht gleich Gewinn – was Sie als Ärzt:in wirklich verdienen
Als Ärztin oder Arzt sind Sie Expert:in für Gesundheit, nicht für Paragrafen. Und das ist gut so. Doch zwischen Kassenabrechnungen, Praxisführung und Investitionen stellen sich steuerliche Fragen, die komplex, zeitintensiv – und teuer – sein können, wenn man sie allein angeht. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, warum eine spezialisierte Steuerberatung für Ärzt:innen nicht nur entlastet, sondern echten Mehrwert schafft – finanziell, rechtlich und persönlich.
Warum jetzt der richtige Zeitpunkt für steuerliche Optimierung ist Das Jahresende naht und mit ihm die beste Gelegenheit, Ihre Steuerlast noch für 2025 aktiv zu gestalten. Gerade für selbständige Ärzt:innen bietet das vierte Quartal eine Vielzahl an Möglichkeiten, um gezielt zu investieren, Freibeträge zu sichern oder Nachzahlungen vorzubeugen. Basierend auf unserer Checkliste Steuertipps zum Jahresende 2025 fassen wir die wichtigsten Handlungsfelder für Ihre Ordination kompakt zusammen.
Viele Ärzt:innen gehen davon aus, dass sie als Angestellte kein großes Thema rund um die Steuer haben – Gehalt kommt, Lohnsteuer geht, und das war’s. Doch gerade bei höheren Einkommen, Immobilieninvestitionen, Kindern oder Studienkosten lohnt sich ein zweiter Blick. Denn: Die größte Steuerlast entsteht oft nicht in der Ordination – sondern im Privatbereich.
Von Gründung bis Sozialversicherung: Was Ärzt:innen über die Ärzte-GmbH wirklich wissen müssen – inklusive Fallstricke und Entscheidungshilfe.
Wann lohnt sich eine Ärzte-GmbH? Welche Vorteile bietet sie wirklich – und worauf muss man achten? Hier erfahren Sie, ob die GmbH für Ihre Ordination passt.
Als Ordinationsinhaber:in möchten Sie Ihren Praxisbetrieb effizient und rechtssicher gestalten – auch im Umgang mit Mitarbeiter:innen. Arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen und der jeweils geltende Kollektivvertrag (KV) sind dabei entscheidend: Sie regeln Arbeitszeiten, Entlohnung, Kündigungsfristen und zahlreiche weitere Aspekte. Wir zeigen Ihnen, welche Pflichten sich daraus für Sie als Dienstgeber:in ergeben und welche Besonderheiten im ärztlichen Umfeld gelten.
Wer als niedergelassene:r Ärzt:in Mitarbeiter:innen beschäftigt, übernimmt automatisch die Rolle der Arbeitgeber:in – samt arbeitsrechtlicher, steuerlicher und organisatorischer Verpflichtungen. Auch wenn diese Aufgaben oft neben dem medizinischen Alltag als Belastung erscheinen, lassen sie sich mit guter Vorbereitung effizient umsetzen. In diesem Beitrag erhalten Sie einen praxisnahen Überblick über Ihre zentralen Pflichten – rechtssicher und verständlich erklärt.